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01 —Marktbericht Gewerbe

Gewerbemarkt Ludwigshafen

Aktuelle Büro- und Einzelhandelsmieten in der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein

Datenstand: Q3 2026Quelle: Fahrländer Partner / Gemeindecheck

—Gewerbemarkt Ludwigshafen

Der Gewerbestandort Ludwigshafen bietet Büroflächen für 16,50 EUR pro Quadratmeter im Monat. Einzelhandelsflächen in guter Lage kosten 14,67 EUR monatlich. 103.479 Beschäftigte und 5.894 Betriebe in der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein machen Ludwigshafen zu einem produktiven Wirtschaftsstandort mit mittleren Gewerbemieten.

02 —Mieten

Gewerbemieten in Ludwigshafen

Büroflächen

Neubau, 1.OG, Grundausbau, durchschnittlicher Standard

Miete (EUR/m²·Monat)
16,50 EUR
Miete (EUR/m²·Jahr)
198 EUR
150 m² (mtl.)
2.475 EUR

Einzelhandelsflächen

Neubau, EG, Grundausbau, gute Verkaufslage

Miete (EUR/m²·Monat)
14,67 EUR
Miete (EUR/m²·Jahr)
176 EUR
150 m² (mtl.)
2.201 EUR

Vervielfältiger nach Lagequalität

Der Brutto-Vervielfältiger zeigt, das Wievielfache der Jahresnettokaltmiete beim Kauf einer Gewerbeimmobilie in Ludwigshafen aufgerufen wird — je besser die Lage, desto höher der Faktor. In sehr guter Lage liegt er für Büro bei 18,3, in durchschnittlicher Lage bei 16,1. Büro und Einzelhandel im Vergleich; die genauen Werte je Lagequalität stehen in der Tabelle unter dem Diagramm.

BüroEinzelhandel
Brutto-Vervielfältiger Büro und Einzelhandel nach Lagequalität in Ludwigshafen (Kaufpreis je Jahresnettokaltmiete)
KategorieBüroEinzelhandel
Durchschnittliche Lage16,113,9
Gute Lage17,115,7
Sehr gute Lage18,317,1

03 —Wirtschaft

Wirtschaftsstandort Ludwigshafen

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

103.479

Arbeitsort Ludwigshafen

Pendlersaldo

+31.871

Mehr Einpendler als Auspendler

Betriebe in der kreisfreien Stadt

5.894

Stand 2024

Produktivität (BIP/Erwerbstätigen)

109.700 EUR

Deutschland: 90.600 EUR

BWS Verarbeitendes Gewerbe

140.657 EUR

je Erwerbstätigen

Kaufkraft pro Einwohner

27.552 EUR

Stand 2026

Kernbranchen im Vergleich

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten je Branche in Ludwigshafen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt — die 6 stärksten Branchen vor Ort. Stärkste Branche ist Gesundheitswesen mit 9,0 % (Deutschland 8,1 %). Werte über dem Bundesschnitt zeigen lokale Spezialisierungen; die vollständige Liste steht in der Tabelle.

GesundheitswesenVor Ort: 9,0 %Deutschland: 8,1 %(+0,9 Pp ggü. Deutschland)
Beschäftigtenanteil je Branche (WZ 2008) — „Vor Ort" = Ludwigshafen, Vergleich Deutschland
BrancheVor OrtDeutschland
Gesundheitswesen (Q86)9,0 %8,1 %
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung (O84)4,3 %6,1 %
Detailhandel (ohne Handel mit Motorfahrzeugen) (G47)4,3 %7,0 %
Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe (F43)3,7 %4,1 %
Sozialwesen (ohne Heime) (Q88)3,5 %4,5 %
Gebäudebetreuung; Garten- und Landschaftsbau (N81)3,4 %2,4 %

04 —Trends

Trends am Gewerbemarkt Ludwigshafen

Die Gewerbemarktlage in Ludwigshafen ist von Stabilität geprägt. Das verarbeitende Gewerbe als stärkster Wirtschaftszweig und mittlere Mieten schaffen ein attraktives Umfeld für Unternehmen in Rheinland-Pfalz.

Büromieten-Preisentwicklung

Indexierter Büromieten-Verlauf seit Q1 2019 (= 100) für Ludwigshafen im Vergleich zu Deutschland. Bis Q2 2026 haben sich die Büromieten vor Ort um rund 33 % entwickelt (Deutschland 23 %). Der aktuellste Datenpunkt ist provisorisch; die Jahreswerte stehen in der Tabelle unter dem Diagramm.

Q2 2026Vor Ort: 133,4Deutschland: 122,9
20192020202120222023202420252026
Büromieten-Preisindex (Q1 2019 = 100) — „Vor Ort" = Kreisfreie Stadt Ludwigshafen am Rhein, Vergleich Deutschland
ZeitpunktVor OrtDeutschland
Q1 2019100,0100,0
Q1 2020107,8106,6
Q1 2021113,1103,6
Q1 2022114,9109,1
Q1 2023120,1117,8
Q1 2024117,5116,5
Q1 2025124,2121,2
Q1 2026130,9124,0
Q2 2026 · Höchststand133,4122,9

Beschäftigten- & Pendlerentwicklung

Entwicklung der Arbeitsplätze am Arbeitsort in Ludwigshafen seit 2019 (Index = 100). Bis 2025 veränderte sich die Zahl auf rund 103.479 Arbeitsplätze (−1,3 % seit 2019); die Einpendler entwickelten sich um −2,1 % — ein Indikator für die Strahlkraft als Arbeitsort. Die Jahreswerte stehen in der Tabelle unter dem Diagramm.

2025Beschäftigte (Arbeitsort): 98,7Einpendler: 97,9
201920232025
Beschäftigten- und Pendlerentwicklung (2019 = 100) — „Arbeitsort" = Ludwigshafen
JahrBeschäftigte (Arbeitsort)Einpendler
2019100,0100,0
202098,597,9
202199,699,2
2022101,6101,1
2023101,0100,3
202499,198,5
202598,797,9

Häufige Fragen zum Gewerbemarkt Ludwigshafen

Was kosten Büroflächen in Ludwigshafen?+
Büroflächen in Ludwigshafen kosten im Neubau durchschnittlich 16,50 EUR pro Quadratmeter monatlich, was einer Jahresmiete von etwa 198 EUR pro Quadratmeter entspricht. Für eine typische Bürofläche von 150 Quadratmetern ergibt sich eine Monatsmiete von rund 2.475 EUR. Diese Preise gelten für Neubauten im 1. Obergeschoss mit Grundausbau und durchschnittlichem Standard. Die überdurchschnittliche Produktivität am Standort rechtfertigt das Mietpreisniveau.
Was kosten Einzelhandelsflächen in Ludwigshafen?+
Für Einzelhandelsflächen im Neubau zahlen Mieter in Ludwigshafen durchschnittlich 14,67 EUR pro Quadratmeter im Monat. Jährlich entspricht das 176 EUR pro Quadratmeter. Bei einer Ladengröße von 150 Quadratmetern ergibt sich eine monatliche Miete von etwa 2.201 EUR für Flächen im Erdgeschoss mit Grundausbau. 177.355 Einwohner bilden das lokale Einzugsgebiet für den Einzelhandel. Mit 29,8% Haushalten in oberen Einkommensschichten besteht eine kaufkräftige Nachfrage.
Wie ist die Wirtschaftsstruktur in Ludwigshafen?+
Ludwigshafen verzeichnet 103.479 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Ein positiver Pendlersaldo von 31.871 Personen belegt die Anziehungskraft als Arbeitsstandort. Auf Kreisebene existieren 5.894 Betriebe in 5.313 Unternehmen. Das verarbeitende Gewerbe dominiert mit 140.657 EUR Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen. Die Gesamtproduktivität von 109.700 EUR je Erwerbstätigen übertrifft den Bundesdurchschnitt.
Wie hat sich die Wirtschaft in Ludwigshafen entwickelt?+
Das nominale Bruttoinlandsprodukt in der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein ist von 2010 bis 2023 um 18,1% gewachsen, langsamer als der nationale Durchschnitt von 61,5%. Der 2. Sektor (produzierendes Gewerbe) zeigt mit 135.500 EUR je Erwerbstätigen die höchste Produktivität. Die Arbeitslosenzahlen stiegen von 2020 bis 2025 um 1,1%, was unter dem nationalen Anstieg von 9,4% liegt. Die Kaufkraft pro Einwohner beträgt 27.552 EUR.
Für welche Branchen eignet sich der Standort Ludwigshafen?+
Für Dienstleister und Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe bietet Ludwigshafen attraktive Rahmenbedingungen. Das Büromietniveau von 16,50 EUR positioniert Ludwigshafen im mittleren Segment. Die überdurchschnittliche Produktivität von 109.700 EUR BIP je Erwerbstätigen belegt die Standortqualität. Der positive Pendlersaldo sichert den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften.
Welche Bürorenditen sind in Ludwigshafen realistisch?+
Die Rendite-Einschätzung für Büroobjekte in Ludwigshafen erfordert einen klaren Methodikrahmen. Ausgangspunkt: Die Neubau-Büromiete liegt laut Fahrländer Partner AG bei 16,50 EUR/qm/Monat, das entspricht 198 EUR/qm/Jahr. Die marktübliche Bewertungsmethodik für Gewerbeimmobilien arbeitet mit der Cap-Rate (Kapitalisierungszinssatz): Cap-Rate = jährlicher Nettomietertrag / Kaufpreis. Rechenbeispiel: Bei einer Cap-Rate von 4,5 % (mittleres Segment) ergibt sich aus 198 EUR Jahresmiete ein impliziter Kaufpreis von 198 / 0,045 = ca. 4.400 EUR/qm. Bei einer Cap-Rate von 4,0 % (Premium-Lage) steigt der implizite Kaufpreis auf 198 / 0,040 = ca. 4.950 EUR/qm. Methodischer Hinweis: Cap-Rates sind keine festen Marktpreise, sondern Investoren-Erwartungen an die Soll-Rendite. Sie variieren je nach Mieterstruktur, Restlaufzeit der Mietverträge (WALT), Drittverwendungsfähigkeit und ESG-Konformität des Objekts. Eine vollständige DCF-Bewertung berücksichtigt zusätzlich Mietsteigerungspotenzial über die Vertragslaufzeit, Mietausfallrisiken, Capex-Anforderungen und Exitszenarien. Cap-Rate-Berechnungen aus Mietdaten allein liefern daher Anhaltswerte — keine Kaufpreisgarantien. Quelle: Fahrländer Partner AG.
Worauf achten institutionelle Käufer bei Gewerbeimmobilien in Ludwigshafen?+
Institutionelle Käufer — Versicherungen, offene Fonds, Family Offices — bewerten Gewerbeimmobilien nach einer anderen Logik als private Käufer. Die relevanten Prufpunkte für Ludwigshafen: Mieterstruktur und WALT: Die Bonität der Mieter, die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (Weighted Average Lease Term) und die Vertragsdetails — Indexklauseln, Verlängerungsoptionen, Sonderkündigungsrechte — sind zentrale Cap-Rate-Treiber. Ein Objekt mit langfristigen Verträgen und bonitätsstarken Mietern wird zu einer niedrigeren Cap-Rate (= höherem Preis) gehandelt als ein vergleichbares Objekt mit kurzlaufenden Verträgen. Drittverwendungsfähigkeit: Kann das Objekt bei Mieterverlust einer anderen Nutzung zugeführt werden? Reine Bürogebäude ohne flexible Grundrisse gelten als weniger drittverwendungsfähig als nutzungsneutrale Strukturen. Lagequalität: Verkehrsanbindung, Mietermix und Mikrolage sind harte Standortfaktoren in institutionellen Checklisten. ESG-Konformität: Institutionelle Fonds unterliegen zunehmend regulatorischen Anforderungen (SFDR, EU-Taxonomie). Objekte ohne dokumentierte Energieklasse oder mit Sanierungsbedarf werden mit ESG-Abschlägen bewertet oder aus dem Investment-Universum ausgeschlossen. DREHPUNKT-Methodik: Bei Gewerbeverkäufen erarbeiten wir eine Zwei-Perspektiven-Analyse — Verkäuferseite und Käuferseite — bevor ein Listing oder eine Off-Market-Ansprache beginnt. Plan A, B und C werden definiert, bevor der erste Käuferkontakt stattfindet.
Welche Faktoren beeinflussen Gewerbemietsteigerungen in Ludwigshafen?+
Mietsteigerungen im Gewerbebereich entstehen nicht aus Marktstimmung, sondern aus strukturellen Faktoren. Nachfrageseitige Treiber: Branchen-Cluster, Beschäftigungsentwicklung und Pendlerverflechtung am Standort bestimmen die Nachfragestabilität. Vertragsseitige Treiber: Bestandsverträge mit Indexklauseln binden Mietanpassungen an die Inflationsentwicklung (in der Regel VPI-Index). Das bedeutet: In Phasen erhöhter Inflation steigen die Mieten in laufenden Verträgen automatisch — ohne Neuverhandlung. Angebotsseitige Treiber: Die ESG-Sanierungs-Pflicht für Bestandsobjekte mit niedrigen Energieklassen setzt Vermieter von Altbeständen unter Druck. Objekte, die nicht saniert werden können oder dürfen, verlieren an Marktgängigkeit — was modernisierte Bestände und Neubauten in ihrer Vermietbarkeit stärkt. Infrastruktureller Treiber: Verkehrsanbindung als harte Investorenkriterien. Gute Erreichbarkeit ist ein Mietpreis-stabilisierender Faktor, keine Mietpreis-treibende Variable im engeren Sinn — aber entscheidend für die Drittverwendungsfähigkeit bei Mieterwechsel. Wichtige Einschränkung: Diese Faktoren beschreiben mögliche Treiber auf Basis struktureller Marktbeobachtung — keine Prognose konkreter Mietsteigerungen. Ob ein bestimmtes Objekt von diesen Faktoren profitiert, hängt von Lage, Zustand, Mieterstruktur und Vertragssituation ab. Quelle: Fahrländer Partner AG.

05 —Methodik

Datenquellen & Methodik

Die Marktdaten stammen aus dem Gemeindecheck Makrolage Gewerbe von Fahrländer Partner.

  • —Gewerbemieten: Angebotsmieten Neubau, Grundausbau
  • —Wirtschaftsdaten: Statistische Ämter, Bundesagentur für Arbeit
  • —Produktivität: BIP und BWS auf Landkreisebene

Hinweis: Die Werte sind Durchschnitts- und Orientierungswerte für Neubauobjekte. Der tatsächliche Mietpreis hängt von individuellen Faktoren wie Lage, Ausstattung, Zustand und Mietvertragsgestaltung ab.

Letzte Aktualisierung: 2026-10-02 (Q3 2026) | Autor: Mustafa Korkmaz, DREHPUNKT Immobilien

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